Amtsregister · Öffentliche Auftragsvergabe · Ausg. 2026
Vergabeverfahren, das der Prüfung standhält.
Ein Fachregister für alle, die öffentlich beschaffen. Von der Verfahrenswahl über die Vergabeunterlagen und die E-Vergabe bis zu Rüge und Nachprüfung, geordnet, belegbar und aus der Praxis. 18 Ratgeber, ein Verfahrenswegweiser und ein Glossar. Termine und Buchung laufen über cmt.de.
01 · Ablauf
Das Verfahren von Bedarf bis Zuschlag.
Sechs Stationen im Hauptverfahren, daneben der Rechtsschutz-Track, der jederzeit einsetzen kann.
- 01
Bedarf & Schätzung
Bedarf feststellen, Auftragswert schätzen und das anwendbare Regelwerk bestimmen.
- 02
Verfahrenswahl
Die Verfahrensart wählen und die Entscheidung im Vergabevermerk begründen.
- 03
Unterlagen & Bekanntmachung
Leistungsbeschreibung, Eignungs- und Zuschlagskriterien, Fristen, dann veröffentlichen.
- 04
Angebote & Bieterfragen
Fragen fristgerecht beantworten und Angebote form- und fristgerecht entgegennehmen.
- 05
Prüfung & Wertung
Eignung prüfen, Angebote werten und die Wirtschaftlichkeit nachvollziehbar ermitteln.
- 06
Information & Zuschlag
Bieter informieren, die Wartefrist wahren und den Zuschlag erteilen.
02 · Sachgebiete
Sechs Sachgebiete, ein Register.
- 01 Einstieg Die ersten Schritte in der Vergabestelle, die Regelwerke im Überblick und wer im Verfahren was macht. 3 Einträge
- 02 Verfahren Das richtige Vergabeverfahren wählen, Verhandlungsverfahren, UVgO und die Grenzen des Direktauftrags. 4 Einträge
- 03 Unterlagen Leistungsbeschreibung, Eignungs- und Zuschlagskriterien, Wertungsmatrix und vollständige Unterlagen. 4 Einträge
- 04 E-Vergabe Sicher mit der Plattform arbeiten, Fristen im Griff behalten und die Vergabedokumentation sauber führen. 3 Einträge
- 05 Nachprüfung Rügen richtig behandeln, das Verfahren vor der Vergabekammer und ein Verfahren rechtssicher aufheben. 3 Einträge
- 06 Spezialfälle Nachhaltige und soziale Beschaffung rechtssicher umsetzen und weitere besondere Konstellationen. 1 Einträge
03 · Wegweiser
Welches Verfahren passt?
Beantworte zwei Fragen und du erhältst eine Einordnung mit dem passenden Ratgeber. Konkrete Wertgrenzen nennt der Wegweiser bewusst nicht, die bestimmst du am Einzelfall.
Frage 1Wie ordnet sich der geschätzte Auftragswert ein?
Frage 2Lässt sich die Leistung schon jetzt eindeutig und abschließend beschreiben?
Frage 2Rechtfertigt der Auftrag den Aufwand eines förmlichen Verfahrens?
Einordnung
Zuerst den Schwellenwert bestimmen
Ob europäisches oder nationales Vergaberecht gilt, hängt am geschätzten Auftragswert. Bestimme ihn sauber, bevor du die Verfahrensart festlegst.
Einordnung
Offenes Verfahren als Regelfall
Oberhalb der Schwellenwerte und mit klar beschreibbarer Leistung ist das offene Verfahren der vorrangige Weg. Der breite Wettbewerb spricht dafür, solange kein Ausnahmegrund greift.
Einordnung
Verfahren mit Verhandlung prüfen
Bildet sich die Lösung erst im Austausch mit dem Markt heraus, kommen Verhandlungsverfahren oder wettbewerblicher Dialog in Betracht. Ihre Voraussetzungen musst du im Vermerk belegen.
Einordnung
Ausschreibung nach UVgO
Unterhalb der Schwellenwerte und bei angemessenem Aufwand führt der Weg über die öffentliche oder beschränkte Ausschreibung nach UVgO. Beachte die landesrechtlichen Vorgaben.
Einordnung
Direktauftrag und seine Grenzen
Bei geringem Wert kann ein Direktauftrag zulässig sein. Kenne die Wertgrenzen und die Dokumentationspflichten, bevor du darauf zurückgreifst.
04 · Verzeichnis
Das Ratgeber-Register.
Alle 18 Einträge, geordnet nach Phase des Verfahrens.
05 · Glossar
Begriffe, kurz erklärt.
Ein Auszug aus dem Glossar. In den Ratgebern erscheinen diese Begriffe als Randnotiz.
Eignungskriterien
Anforderungen an Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit eines Unternehmens. Sie entscheiden, wer ein wertbares Angebot abgeben darf, nicht welches Angebot gewinnt.
Zuschlagskriterien
Maßstäbe, nach denen das wirtschaftlichste Angebot ermittelt wird. Preis allein oder Preis und Leistung, gewichtet in einer Wertungsmatrix.
Leistungsbeschreibung
Die produktneutrale, eindeutige Beschreibung des Auftragsgegenstands. Sie ist das Herzstück der Unterlagen und bindet die spätere Wertung.
Rüge
Die Beanstandung eines vermeintlichen Vergaberechtsverstoßes gegenüber der Vergabestelle. Sie ist regelmäßig Voraussetzung für ein späteres Nachprüfungsverfahren.
Nachprüfung
Das Verfahren vor der Vergabekammer, in dem ein Bieter eine Vergabeentscheidung überprüfen lässt. Der Zuschlag ist während der Prüfung gesperrt.
Vergabevermerk
Die fortlaufende Dokumentation der wesentlichen Entscheidungen und ihrer Gründe. Was nicht im Vermerk steht, lässt sich in der Nachprüfung schwer verteidigen.
Losaufteilung
Die Aufteilung eines Auftrags in Fach- und Teillose. Sie soll mittelständischen Unternehmen den Zugang zum Wettbewerb offenhalten.
UVgO
Die Unterschwellenvergabeordnung regelt Liefer- und Dienstleistungen unterhalb der EU-Schwellenwerte, soweit ein Land oder der Bund sie in Kraft gesetzt hat.
Bekanntmachung
Vom Register in den Seminarraum.
Das Register erklärt das Verfahren. Die Seminare bringen es an deinen Fall: feste Termine, Referenten aus der Vergabepraxis, aktueller Rechts- und Verfahrensstand, kleine Gruppen und auf Wunsch Inhouse für ganze Vergabestellen. Gebucht wird auf cmt.de.